Die Grundidee: LowCarb & Ketose

Die FITTER INS LEBEN-Ernährungsphilosophie basiert auf der LowCarb- Idee und dem Verfahren der Ketose. Doch was bedeutet LowCarb und was bedeutet Ketose?

Kohlenhydrate sind zur dominierenden Nahrungsquelle in der industrialisierten Welt geworden. Doch unsere Gene haben nicht den Hauch einer Chance gehabt, sich dieser biologisch überstürzten Entwicklung anzupassen. Sie funktionieren immer noch wie zu Urzeiten und das bekommt uns heute schlecht. Wir tappen in die „Wohlstandsfalle“: Viel essen, das Falsche essen und sich dazu nicht mehr bewegen.

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Das Resultat: Die Menschen werden immer dicker. Schlanke Erwachsene sind heutzutage schon seltene Exemplare, mollige die Regel und richtig dicke ganz alltägliche Erscheinungen. Und das in einer Zeit, da die ganze Welt vom Schlankheits- und Fitnesswahn besessen scheint.

Ernährungswissenschaftler haben herausgefunden, dass einfache Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellen lassen, was dazu führt, dass viel Insulin ausgeschüttet wird. Das wiederum sorgt dafür, dass verstärkt Depotfett gebildet wird. Kurz darauf fällt der Blutzuckerspiegel in den Keller und wir bekommen Heißhunger auf Süßes. Diese ungesunde und figurfeindliche Achterbahnfahrt wird durch LowCarb – Kohlenhydratminimierung - gestoppt.

Es soll an dieser Stelle nicht der Eindruck vermittelt werden, es handle sich bei der ketogenen Diät um eine neuartige Erkenntnis. Der Begriff Kohlenhydratminimierung bzw. LowCarb (von engl. carb, Abkürzung für carbohydrates - Kohlenhydrate) bezeichnet Ernährungsformen oder Diäten, bei denen der Anteil der Kohlenhydrate in der täglichen Nahrung reduziert wird. Motivation ist häufig eine erwünschte Gewichtsreduktion, als Therapie einer Stoffwechselerkrankung oder als allgemeine Ernährungsform mit erhofften positiven prophylaktischen Gesundheitsauswirkungen.

Die täglichen Mahlzeiten bestehen hauptsächlich aus Gemüse, Milchprodukten, Fisch und Fleisch, wobei Fette und Proteine die wegfallenden Kohlenhydrate ersetzen. Die empfohlene Nahrungskohlenhydratmenge - gegenüber einer typischen westlichen Ernährung mit ca. 50% Anteil - schwanken je nach Form der LowCarb-Ernährung stark. Das geht von der ketogenen Diät, bei der der Anteil auf theoretisch null reduziert sein kann, bis hin zu Formen wie z.B. den FITTER INS LEBEN-Rezepten, welche nur geringe Reduktionen empfehlen.

Normalerweise verwendet der Körper für die Energiebereitstellung Kohlenhydrate. Nimmt man nun mit der täglichen Ernährung zu viele Kohlenhydrate auf, passiert folgendes: Die überschüssigen Kohlenhydrate werden zu Fett umgewandelt und in die Speicher des Körpers eingelagert. Und das selbst dann, wenn man nur geringe Mengen zu viel davon isst.

Dabei entsteht eine sogenannte "Insulin-Hunger-Spirale". Der Körper schüttet für den Transport der Kohlenhydrate ein Hormon der Bauchspeicheldrüse aus: Insulin. Das ausgeschüttete Insulin verhindert sofort die Verbrennung von Fetten für den Energiestoffwechsel. Weiterhin sorgt es dafür, dass die aufgenommenen Kohlenhydrate zu Fett umgewandelt und abgespeichert werden.

Das Problem ist, dass immer etwas mehr Insulin ausgeschüttet wird, als es überhaupt Verwendung im Körper findet. So werden sofort alle Kohlenhydrate verarbeitet und es bleibt noch etwas Insulin übrig. Der Körper "unterzuckert" und das übrige Insulin sucht nach weiteren Kohlenhydraten, um seine Aufgabe zu erfüllen. Aufgrund dieser Abläufe versucht der Körper noch mehr Kohlenhydrate zu bekommen und erzeugt ein Hungergefühl.

Trotzdem also vor kurzem zu viel an Kohlenhydraten als Fett eingelagert wurden, es aber durch das übrige Insulin im Körper nicht verbrannt werden kann, entsteht die "Insulin-Hunger-Spirale". Jetzt kommt die Ketose ins Spiel. Durch den drastischen Verzicht auf Kohlenhydraten aller Art (Zucker, Mehl, Reis, Nudeln, Kartoffeln uvm.) wird diese Spirale unterbrochen.

Das FITTER INS LEBEN-LowCarb-Prinzip beschreibt die zwar eingeschränkte, aber überlegte Zusammenstellung des Speiseplans. Ganz im Gegenteil zu kalorienreduzierten Diäten kommen hier auch Nahrungsmittel auf den Tisch, die bei normaler Mischkost gefühlt schon beim Hinschauen dick machen. Viele der unten aufgelisteten Lebensmittel sind günstig einzukaufen, lange zu lagern, bequem zuzubereiten und leicht zu transportieren, z.B. hartgekochte Eier, Tiefkühl-Broccoli, Nüsse und Thunfisch in Dosen, Käse etc.

Lebensmittel tierischer Herkunft:
Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Thunfisch, Lachs, Forelle, Shrimps, Garnelen, Muscheln etc.

Für Vegetarier geeignet:
Eier, Gouda, Emmentaler, Bergkäse, Camembert, Harzer Rolle, Joghurt, Quark, Frischkäse, Butter, Margarine, Hüttenkäse etc.

Lebensmittel pflanzlicher Herkunft:
Cashewnüsse, Erdnüsse, Walnüsse, Mandeln, Macadamia, Pistazien, Paranüsse, Kürbiskerne, geröstete Sojakerne, Pinienkerne, Tofu, Zwiebeln, Avocado, Broccoli, Blumenkohl, Spinat, Blattsalat, Oliven, Rote Beete, Gurken, Kohl, Pilze, Zucchini, Auberginen, Pesto, Pflanzenöle, Tomatenmark etc.

Werden keine Kohlenhydrate mehr zugeführt, muss der Körper sich eine andere Energiequelle suchen: Die Fette !!! Für die Muskeln eine sehr gute Energiequelle, für das Gehirn leider nicht. Das Gehirn ist das einzige Organ des Körpers, das keine Fette verwerten kann. Da es nun keine Kohlenhydrate mehr gibt und der menschliche Kohlenhydratspeicher endlich ist, wandelt der Körper Fette in Ketonkörper um. Das nennt man Ketose.

In der Vergangenheit des Menschen gehörten längere Hungerphasen durchaus zum Alltag, und bei einigen kohlenhydratarmen Diäten (z.B. ketogene Diät) wird eine Ketose z. B. zur Gewichtsreduzierung sogar angestrebt.

Ketonkörper können die Blut-Hirn-Schranke passieren und dort als alternative Energiequelle zu der Glukose(Zucker) verstoffwechselt werden. Dies gelingt am besten nach einigen Tagen Gewöhnung, weswegen man in den ersten Tagen des Fastens weniger leistungsfähig ist. Der Übergang des Stoffwechsels in die Ketose kann von Kopfschmerzen, Müdigkeit oder allgemeiner Schwäche begleitet sein, diese Symtome klingen jedoch nach wenigen Tagen wieder vollständig ab.

Selbst für Sportler ist das FITTER INS LEBEN-LowCarb-Prinzip interessant.

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Klassische Trainingslager mit Halbpensions-Buffet eignen sich sehr gut für eine Umsetzung. Denn hier sind Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und Gemüse unbegrenzt, schmackhaft sowie zeit- und kostenneutral vorhanden. Bedingungen, die aufgrund von Zeitbudget, Lebensmittelangebot und -preisen daheim so nicht vorhanden sind. Neben der Grundlagenphase ist auch die Trainingspause am Ende der Wettkampfsaison ein geeigneter Zeitraum zur Umsetzung der ketogenen Diät. Da hier der Kalorienverbrauch zumeist drastisch einbricht, wird das gewohnte (Über-) Angebot an zur Energiegewinnung nicht mehr zwingend erforderlichen Kohlenhydraten gewöhnlich in Speicherenergie, sprich Körperfett, umgewandelt. Werden nur Fette und Proteine konsumiert, so werden diese sofort wieder verbrannt.

Der FITTER INS LEBEN-Effekt: Sie sind länger satt, Hungerempfinden kommt seltener auf als bei Normalkost und auch der Heißhunger auf Kohlenhydrate und Süßes lässt bereits nach wenigen Tagen deutlich nach. So hat man das Gewicht in Griff. Denn obwohl diese Ernährung nicht als Reduktionsdiät entwickelt wurde, führt sie dauerhaft und ohne Jojo-Effekt zum Wunschgewicht. Wer nach dem LowCarb-Prinzip isst, nimmt garantiert ab! Der langfristige Erfolg liegt in Ihren Händen. Bei der FITTER INS LEBEN LowCarb-Ernährungsumstellung können Sie nach Erreichen Ihres Wunschgewichts durchaus ein- bis dreimal pro Woche wieder kohlenhydrathaltige Lebensmittel in Ihren Speiseplan aufnehmen, ohne dass der Erfolg zunichte gemacht wird. Sobald Sie merken, dass einige Kilos zurückgekommen sind, machen Sie einfach drei bis fünf Tage die FITTER INS LEBEN LowCarb-Diät aus der Anfangsphase.

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