Wie misst man die Ketose mit Ketostix – Keton-Teststäbchen?

Foto: Keton-Teststäbchen als Indikator

Foto: Keton-Teststäbchen als Indikator

Liegen im menschlichen Körper nicht mehr genügend Kohlenhydrate zur Deckung des Energiebedarfes auf Vorrat, schaltet er in den Fettverbrennungsmodus um: dies ist eine vereinfachte, aber anschauliche Erklärung für die Stoffwechselvorgänge bei einer Low-Carb-Ernährung.

Auch bei unserem FITTER INS LEBEN-Prinzip halten wir den Zustand der Ketose für die Initialzündung bei der Gewichtsabnahme. Bei der Fettfreisetzung durch Verbrennung werden die Fettsäuren aber nicht vollständig verbrannt, sondern nur bis zur sogenannten Ketostufe. Die Ketonkörper sind dann z.B. im Urin nachweisbar. Hier kommen die Ketostix ins Spiel: mit frei verkäuflichen Teststäbchen (z.B. in der Apotheke) kann jeder selber überprüfen, ob sich schon Ketonkörper im Urin befinden. Die Teststäbchen verfärben sich lila.

Es gibt mehrere Gründe, warum ein Test angezeigt sein kann. Zuerst einmal kann man nicht spüren, ob man sich in Ketose befindet. Der Körper arbeitet ganz normal weiter. Keton-Teststäbchen sind der Nachweis der Umstellung der Körperchemie. Bei klassischen Diäten sind die Ketostix ein Instrument, dass genutzt wird, um den Übergang in die nächst höhere Diätphase (mit mehr Kohlenhydraten in der täglichen Ernährung) zu markieren. Will heissen: nach einer Woche wird an Hand der Teststäbchen überprüft, ob sie immer noch die gleiche Verfärbung aufweisen. Ist dies der Fall, können in der kommenden Woche z.B. 5g Kohlenhydrate/täglich zugefügt werden. Bleibt die Verfärbung gleich oder ändert sie sich nur minimal, kann man beruhigt weiter essen. Zeigen die Keton-Stäbchen auf einmal keine Verfärbung mehr, so hat man vermutlich die angestrebte Kohlenhydratzahl überschritten und kann gegensteuern…

Stagniert die Gewichtsabnahme, um die es ja meist in erster Linie geht, kann man mittels der Teststäbchen feststellen, ob man sich weiter in Ketose (=Fettverbrennungsmodus) befindet und es sich – dem zufolge – vielleicht nur um Wassereinlagerungen handelt.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Testung mittels Urin-Teststäbchen keinen Anspruch auf eine wissenschaftlich exakte Messung begründen – dies würde nur durch eine ärztliche Untersuchung sichergestellt sein. Aber im Alltag sind sie durchaus brauchbar und ein mögliches Messinstrument des Erfolges. Noch ein FITTER INS LEBEN Spartip: man benötigt zum Testen kein ganzes Stäbchen. Man kann die Sticks auch mit der Schere in der Mitte halbieren und erhält aus einer Packung somit die doppelte Menge. Die Testfläche bleibt auch halbiert gross genug, um ein brauchbares Ergebnis ablesen zu können.