FAQ zur Ketose

1. Warum gibt es überhaupt die Ketose?

Zu Beginn der Menschheit waren Kohlenhydrate nur selten zu finden. Die Menschen lebten hauptsächlich von der Jagd (Fleisch & Fisch) und aßen die Beute als Hauptenergieträger. Unser Körper ist also gut auf den Fettstoffwechsel vorbereitet.

2. Warum soll ich gerade die Kohlenhydrate weglassen und nicht das Fett?

Wegen der Insulinausschüttung nach dem Verzehr.

3. Wann wechselt der Körper in die Ketose?

Die Kohlenhydrataufnahme ist der Auslöser. Wenn Sie unter 25 - 30g Kohlenhydraten am Tag bleiben, wird Ihr Körper in den Ketosestoffwechsel umschalten.

4. Wie lange dauert die Umstellung auf Ketose?

Zwischen einem und drei Tagen, je nachdem wie viele Kohlenhydratspeicher Sie haben. Mit Sport entleeren sich die Speicher schneller und man ist damit schneller in der Ketose.

5. Woher weiß ich, dass ich im Ketosestoffwechsel bin?

In jeder Apotheke gibt es "Ketostix", die mit einer Verfärbung den Grad der Ketose anzeigen. Es werden die ausgeschiedenen Ketonkörper im Urin gemessen. Unser Tipp: Ketosticks der Länge nach durchschneiden, die Hälfte reicht zum Messen aus und es spart eine Menge Geld.

Außerdem kann man den Beginn der Ketose mit einem Thermometer messen. Im Allgemeinen steigt die Körpertemperatur um etwa 0,3 - 0,5 Grad an.

6. Warum zeigen meine Ketosticks nichts an?

Die Ketosticks reagieren auf die Ketonkörper im Urin.
Haben Sie Sport getrieben und alle Ketonkörper verbraucht?
Haben Sie viel getrunken und damit Ihren Urin verdünnt?
Nehmen Sie Vitaminpräparate?
Sind die Ketosticks noch gut?
All dies kann das Ergebnis verfälschen. Lassen Sie sich also nicht zu sehr von den Ketosticks beeinflussen.

7. Spüre ich die Umstellung in die Ketose?

Ja, da Ihr Körper es einfach nicht mehr kennt ketogen zu arbeiten, braucht er eine gewisse Zeit, sich wieder darauf einzustellen. Bis Ihr Körper in den Fettstoffwechsel umgeschaltet hat, kann es zu leichten Erschöpfungszuständen, Kopfschmerzen oder Unwohlsein kommen.

 

8. Wieso verbrenne ich Fett in der Ketose?

Da man keine Kohlenhydrate mehr aufnimmt, muss der Körper seinen Stoffwechsel umstellen. Er wird nun, wie es in seinen Genen steckt, auf Fett zur Energiegewinnung zurückgreifen. Bei der Umwandlung von Fett in Energie entstehen als Energieträger die Ketonkörper. Hierbei verwendet der Körper Fette aus den aufgenommenen Nahrungsmitteln und seinem Körperfett. Einmal aus der Nahrung und aus dem Körperfett aufgebaute Ketonkörper können nicht mehr in Körperfett zurückgewandelt werden. Unverbrauchte Ketonkörper werden mit dem Urin ausgeschieden.
Diese kann man mit "Ketostix" messen, die Sie in Ihrer Apotheke erhalten.

9. Was darf ich noch essen, um in die Ketose zu kommen?

Alles außer Kohlenhydrate. So einfach ist das: Nur protein- und fettreiche Lebensmittel sind erlaubt. Alle Sorten von Fleisch, Wurst, Fisch, Käse, Eier, Öle, viele Gemüsesorten (Blattsalat, Gurke, Sauerkraut, Broccoli, Blattspinat; in Maßen Zwiebeln und Paprika, etc.), Proteinpulver, in Maßen Sahne.

Verboten sind Kohlenhydrate jeder Art:
Süßigkeiten, Reis, Nudeln, Kartoffeln, Brot, Zucker, viele zuckerhaltige Gemüsesorten (Mais, Möhre), viele Getreidesorten, Kuchen, Gebäck. Bohnen, Tomaten und Erbsen nur in Maßen verzehren. Milchprodukte sind ebenfalls verboten, Quark ist in Maßen erlaubt.

Auf dieses Thema wird an anderer Stelle noch einmal genauer eingegangen. Schauen Sie sich die FITTER INS LEBEN-Rezepte an und Sie werden feststellen, wie vielseitig sich die ketogene Ernährung zusammenstellen lässt.

10. Wie viel soll ich essen?

Die Kalorienaufnahme insgesamt sollte schon etwas reduziert werden, denn ohne einen Kalorienmangel ist Ihr Körper ja nicht gezwungen an die eigenen Depots zu gehen. 500 kcal/Tag für 3 - 4 Tage reduzieren und dann wieder einen Tag die normale Kalorienmenge zuführen. Sollten Sie Ihre Kalorien länger als vier Tage reduzieren, wird Ihr Körper denken, er befindet sich in einer Hungersnot. Er wird dann den Stoffwechsel runterfahren und sich darauf einstellen, auch in Zukunft mit weniger Energie auszukommen. Man stellt praktisch seinen Körper auf Sparflamme um. Das bedeutet: Sollte man irgendwann wieder eine normale Kalorienmenge aufnehmen, wird der Körper diesen jetzigen Überschuss einlagern.

Bei einem Kaloriendefizit über einen längeren Zeitraum kann der Körper seinen Energieverbrauch innerhalb weniger Tage runterschrauben. Das Raufsetzen des Energieverbrauchs dagegen dauert mehrere Monate und ist nur durch "mehr essen", "öfter essen" und "Sport treiben" zu realisieren.

11. Wie oft soll ich essen?

In einer normalen Diät soll man mit häufigen kleinen Mahlzeiten den Insulinspiegel konstant halten und so dem Muskelabbau vorbeugen, in der Ketose wird der Insulinspiegel gar nicht ansteigen und ein Muskelabbau ist so gut wie nicht vorhanden. Je weniger oft man isst, desto schneller und öfter muss der Körper in die Ketose umschalten und Körperfett verbrennen. Dadurch, dass Sie sehr viele Fette zu sich nehmen, werden Sie auch viel weniger Hunger verspüren.

12. Wie viel soll ich trinken?

Faustregel pro 20 kg Körpergewicht = 1 Liter/Tag, für jede Stunde Sport einen Liter zusätzlich. Hierbei gilt: Mehr ist besser. Das Wasser hilft dem Organismus zu funktionieren und die Giftstoffe, die bei jeder Diät anfallen, auszuspülen. Während der Ketose kommt ein weiterer
positiver Vorteil zum Tragen. Wenn Sie viel Wasser im Körper (Blut) haben, sinkt die Ketonkörperkonzentration und das sorgt dafür, dass Ihr Körper noch mehr Ketone bildet als er eigentlich braucht. Diesem Überschuss entledigen Sie sich dann über den Urin.

Quelle: FITTER INS LEBEN, Institut Dr. Kramer